Allgemeine Daten
Durchmesser : 12.756 km
Masse : 5,97 Trilliarden to
Dichte : 5.52 g/cm3
Entfernung : 149.6 Mill. km
Umlaufszeit : 1 Jahre
Rotationszeit : 23h 56m
Der Aufbau der Erde
Die Erde ist vor etwa 4.6 Milliarden in der Frühzeit unseres Sonnensystems entstanden. Zu dieser Zeit schwirrten unzählige Gesteinsbrocken durch unser Planetensystem und bombardierten unsere Erde ununterbrochen. Die Oberfläche ist andauernd starken, geologischen Veränderungen unterworfen. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Wind und Wetter lassen die Erde immer wieder anders aussehen.
Die Erde ist schalenförmig aufgebaut und ist in ständiger "Bewegung". Kurze Zeit nach der Entstehung sanken die schweren Elemente wie Eisen und Nickel ins Erdinnere und bildeten den Kern. Der innere, feste Kern hat einen Durchmesser von 1400 km und eine hohe Dichte ( 11 - 14 g/cm3 ). Die Temperaturen betragen um die 6600 ° C. Auf den äusseren Kern entfallen 2100 °C. Dieser ist flüssig und man vermutet, dass in ihm das Erdmagnetfeld erzeugt wird. Der Mantel erstreckt sich bis zu einer Tiefe von 2900 km. Der untere Teil besteht hauptsächlich aus dem Silikat Perowskit, der obere Teil aus Olivin, Pyroxen und Granat. Die Kruste, auf der sich unser alltägliches Leben abspielt, ist hauchdünn. Nur etwa 6-40 km.
Der grösste Teil der Erde ist von Wasser bedeckt. Die Hydrosphäre, schliesst neben den Ozeanen auch alle Binnengewässer, Seen, Flüsse und Grundgewässer ein und bedecken fast 71% der Oberfläche.
Vor über 225 Millionen Jahren hatte die Erde nur einen gewaltigen Superkontinent; Pangäa. Da die Erde im Inneren immer in Bewegung ist, driffteten die Platten auseinander und es bildeten sich die 7 Kontinente, die wir heute kennen. Da sich diese Bewegung aber immer weiter fortsetzt, wird in etwa 200 Millionen Jahren ein weiterer Superkontinent entstehen; Pangäa II. Durch Aufeinanderprallen von kontinentalen Platten bilden sich gewaltige Falten. Durch dieses Phänomen entstehen unsere Gebirge. Der Himalaja und die Alpen sind durch solche Prozesse entstanden.
Die Atmosphäre, Wind und Wetter
Die Atmosphäre ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Die Abbildung auf der rechten Seite illustriert dies anschaulich. Die Erde hat als einziger Planet eine Atmosphäre die wir atmen können. Sie besteht hauptsächlich aus Stickstoff 78% und Sauerstoff 21%. Daneben finden sich in kleineren Mengen die Gase Argon , Kohlenstoffdioxid, Wasserdampf, Edelgase und Ozon.
In der Troposphäre spielen sich diejenigen Vorgänge ab, die wir allgemein als Wetter bezeichen. Obwohl sie die dünnste Schicht ist, sammelt sich der grösste Teil (70 - 90%) der Atmosphärenmasse in diesem Bereich an. Pro 1 km nimmt die Temperatur um 6° C ab.
Die Stratosphäre beinhaltet rund 90% des gesammten Ozons, davon befinden sich rund dreiviertel in der Ozonschicht. Die Ozonmoleküle absorbieren hier Licht der Wellenlängen zwischen 290 und 320 nm; Die UV-Strahlung der Sonne. Würde dies nicht passieren, hätte es fatale Folgen für alle Lebewesen auf unserem Planeten.
Die Mesosphäre liegt in einem Höhenbereich von 50 - 80 km. Da diese über der Ozonschicht liegt, ist das UV-Licht so stark, dass man sich in kürzester Zeit schwerste Verbrennungen zuziehen würde. Hier sinken die Temperaturen und der Druck dramatisch ab.
In der Thermosphäre steigen die Temperaturen wieder rapide an, weil aus dem All kommende kurzwellige Strahlung die Luftmoleküle anregt. Dadurch entsteht enorme Wärme, wie anhand der roten Linie in der Abbildung rechts ersichtlich ist.
Die Uebergangszone zwischen Erdatmosphäre und interstellarem Raum nennt man Exosphäre. Sie ist extrem dünn und am weitesten von der Erde entfernt. Hier findet man fast keine Luftmoleküle mehr.
Zur Information: Eine typische Shuttle - Mission spielt sich in einer Höhe von etwa 300 km ab, variiert aber von Mission zu Mission.

sogenannten Ozonschicht, dem Höhenbereich zwischen 15 und 20 Kilometern

Oberfläche und Klimazonen
Die Oberfläche der Erde ist ausserordentlich vielfältig gestaltet. Es gibt Gebiete mit ausgeprägter Vegetation , trockenen Wüsten, massiven Gebirgen, Regenwälder, Ozeane, Flüsse usw. Die Biosphäre, also derjenige Teil des Planeten der von Leben erfüllt ist, beherbergt eine unglaubliche Anzahl von verschiedenartigen Lebewesen. Man geht davon aus, dass es etwa 5 - 6 Millionen Tier- und Pflanzenarten gibt. Die Erde ist bis jetzt der einzige Planet von dem wir mit Sicherheit wissen, dass er Leben hervorgebracht hat.
Es gibt 7 Kontinente auf unserem Planeten. Dies sind die Antarktis, Afrika, Asien, Südamerika, Nordamerika, Australien und Europa. Es gibt auf unserer Welt ebenfalls 7 Weltmeere. Der indische, atlantische, pazifische Ozean, das Mittelmeer, die Ostsee, die Nordsee und das schwarze Meer.

Die Erde hat unterschiedliche Klimazonen. Die Gebiete, die ein gleichartiges Klima besitzen, nennt man Klimazonen. Sie sind in Streifen paralell zum Aequator angeordnet und entstehen durch die verschiedenen Einfallswinkel des Sonnenlichtes. Man unterscheidet dabei 4 Zonen. Die Tropenzone hat eine durchschnittliche Temperatur von 25 °C und lässt sich in innere und äussere Tropen unterteilen. Die inneren Tropen beherbergen den Regenwald. Es ist das ganze Jahr über sehr warm und feucht. Es herrschen keine Jahreszeiten. In den äusseren Tropen befinden sich die Savannen. Hier gibt es einen Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit. In diesen Gebieten kommen die höchsten Niederschlagsraten der Welt vor. In Hawaii zum Beispiel fallen pro Jahr 12547 mm Niederschlag/m2 !!
Die Subtropen haben Temperaturen die durchschnittlich um die 18°C liegen. Sie ist geprägt durch starke Trockenheit, heisse Sommer und milde Winter. Die Oase Daschla (Ägypten) zun Beispiel hatte 25 Jahre lang keinen Regen!
Die gemässigte Zone hat Durchschnittstemperaturen um die 8°C. Die Niederschläge verteilen sich auf das ganze Jahr. Diese Zone besitzt 4 Jahreszeiten; Frühlings, Sommer, Herbst und Winter. Die Polarzone hat Jahrestemperaturen um die 0° C oder unter 0° C. Die Nierderschläge sind über das ganze Jahr verteilt und fallen gering aus. Die Winter sind sehr lange und mit Temperaturen von unter -60° C ausserordentlich kalt. Dennoch hat die Natur selbst in dieser feindlichen Umgebung Nischen gefunden, an denen Leben möglich ist.

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Entstehung des Lebens
Die Erde ist bislang der einzige Planet in unserem Sonnensystem auf dem Leben entstanden ist und sich weiterentwickelt hat. Es gibt allerdings Hinweise für Lebensspuren auf anderen Planeten, aber noch keine schlüssigen Beweise. Interessante Kanditaten sind unter anderem der Mars und der Jupitermond Europa. Allerdings wird es sich, falls diese Planeten und Monde Leben hervorgebrachten haben, nur um primitive Bakterien handeln.
Das Leben ist nach gängigen Theroien vor etwa 4 Milliarden Jahren entstanden. Die frühe Athmosphäre der Erde bestand hauptsächlich aus Wasserstoff, welcher sich mit der Zeit in den Weltraum verflüchtigte. In der Frühzeit der Erdgeschichte, nachdem sich unser Planet abgekühlt hatte und sich eine feste Kruste gebildet hatte, bestand die 2. Atmosphäre vorwiegend aus den Gasen Ammoniak, Methan, Wasserstoff, Wasserdampf und später vermutlich auch Kohlendioxyd und Kohlenmonoxid sowie Stickstoff. Aus diesen Gasen könnten sich im Lauf der Zeit unter dem Einfluss von hohen Temperaturen, Energie von Blitzen, hohen Drücken, starker UV-Strahlung und Vulkanausbrüchen, organische Moleküle gebildete haben. Im Prinzip lassen sich so alle Bestandteile, die wir für den Aufbau einer Zelle benötigen, herstellen. In dieser sogenannten Ursuppe könnte unser Leben entstanden sein. Ein Experiment, das im Jahre 1953 von dem Studenten L.S. Miller durchgeführt wurde, bestätigt diese Therorie im grossen und ganzen.
Ein anderer interessanter Ansatz ist die Therorie das Leben stamme aus dem Weltall. Es wurden überall im All riesige Mengen an Amminosäuren gefunden, die Bausteine allen bekannten Lebens.
Chandra Wickramasinghe ist Urheber der sogenannten Panspermie-Theorie. Demnach sollen sich Sporen auf Kometen über das gesammte Weltall verteilt haben. Sporen sind Mikroorganismen die von einer Schutzkapsel umgeben und vorübergehend auf keinen Stoffwechsel angewiesen sind. Sind diese Sporen von Staub bedeckt oder sogar in den Kometen eingebettet, dann werden diese vor kosmischer Strahlung geschützt, und hätten somit eine relativ hohe Ueberlebenschanche. Das würde bedeuten, dass das Leben nicht in der Ursuppe entstand, sondern auf die Erde "gefallen" ist. Im Juli 2001 berichtete ein internationales Forscherteam über die Entdeckung von extraterrestrischen Bakterien in der oberen Atmosphäre der Erde. Höher als in die Tropopause ( 16 km ) wird normalerweise keine Luft aus den unteren Schichten transportiert. Entweder wurden die Bakterien per Anhalter von einer Rakete in eine Höhe von über 40 km getragen, oder es handelt sich tatsächlich um ausserirdische Bakterien.

Der Mond und seine Entstehung
Der Mond umkreist die Erde in einem mittleren Abstand von etwa 384 000 km. Dabei wendet er uns immer dieselbe Seite zu. Er hat einen Durchmesser von 3500 km und umkreist uns inerhalb von 27 Tagen. Wahrscheindlich entstand der Mond durch eine gewaltige kosmische Katastrophe. Vor etwa 4.5 Milliarden Jahren stiess die Erde wohl mit einem marsgrossen Planeten zusammen. Der Planet traff die Protoerde in einem günstigen Winkel und hobelte nur die äusseren Schichten ab. Dabei wurden beide Körper teilweise zertrümmert, verdampft und in den Weltraum geschleudert. Etwa
60 - 70% der ursprünlichen Erdkruste umkreiste nun die Erde in einem rotglühenden Ball. Das ist eine von mehreren Theorien zur Mondentstehung . Auf die anderen werde ich hier nicht weiter eingehen.
Der Mond hat eine stark zerkraterte Oberfläche. Selbst mit blosem Auge kann man einzelne, grössere Krater erkennen. Die dunklen Gebiete nennt man Mare, oder Meere. Sie bedecken etwa 16% der Mondoberfläche. Sie sind riesige Einschlagkrater und Tiefebenen, wurden vor 3.9 - 3.1 Milliarden Jahren mit aufsteigender Lava überflutet und befinden sich ausschliesslich auf der erdzugewanten Seite. Innerhalb der Maare findet man selten Einschlagkrater.
Der Mond hat keine nennenswerte Atmosphäre. Somit hat sich die Oberfläche seit menschengedenken kaum verändert.
Die Gravitation beträgt nur 1/6 im Vergleich zur Erde.
Er ist ausserdem für die Gezeiten auf verantwortlich. Ohne den Mond würde es auf unserem Heimatplaneten zu radikalen Veränderungen kommen. Er würde die Erdrotation nicht mehr abbremsen und somit hätte ein Tag nur noch 6 Stunden. Er stabilisiert die Erde. Ohne der Mond würde die Erdachse alle paar Millionen Jahre um 85° kippen.

Der Erdtrabant ist bis jetzt der einzige Himmelskörper auf dem Menschen geladet sind. Die Apollo 11 Mission brachte am 20 July 1969 erstmals 3 Astronauetn zur Mondoberfläche. Weitere Missionen zum Mond sind geplant. Dazu gehört auch eine ständig bemannte Mondbasis. Auch kommerzielle Ansätze, wie etwa ein Mondhotel für reiche Touristen oder Bergbau wären in nicht allzu ferner Zukunft denkbar.
Erde - Mond News !!!
21. September 2003
Um 01:14 Uhr ( MESZ ) hob die europäische Mondsonde SMART-1 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab.
Die 350 kg schwere und mit 10 Experimenten bestückte Sonde wird nach etwa 16 Monaten Reisszeit in die Umlaufbahn des Mondes einschwenken. Dort angekommen wird sie den Mond 1 Jahr lang ausführlich erkunden.
Die Hauptaufgaben der Sonde wird die Suche nach Wasservorkommen sein. Ausserdem wird sie mit ihren hochauflösenden Kamera neue Bilder von der Oberfläche aufnehmen.
Die Sonde hat einen neuartigen Ionenantrieb. Die Solarpanels fangen das Sonnenlicht ein und erzeugen daraus 1.9 Kilowatt Strom. Etwa 3/4 des gewonnen Sonnenstromes werden in das Triebwerk geleitet. Dieses ionisiert das Edelgas Xenon. Durch ein Magnetfeld werden diese Ionen beschleunigt und verlassen das Triebwerk. Dadurch erfährt SMART-1 eine sehr langsame aber gleichbleibende Beschleunigung. Deshalb nimmt die Reise zum ca. 400 000 km entfernten Mond auch so viel Zeit in Anspruch. Mit herkömmlichen chemischen Antrieben würde man den Mond zwar in wenigen Tagen erreichen, aber der Treibstoffverbrauch wäre auch 10x so hoch.