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Allgemeine Daten |
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Durchmesser : 6794 km
Masse : 642 Trillionen t
Dichte : 3.93 g/cm3
Entfernung : 227.9 Mill. km
Umlaufszeit : 779.9 Tage
Rotationszeit : 24h 37m
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Aufbau des Mars |
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Der Mars besitzt einen Metallkern mit einem Durchmesser von etwa 1500 km der teilweise flüssig ist. Gefolgt von einer 1800 km dicken silikatischen Gesteinsschicht und einer abschliessenden Kruste von ca. 100 km. Die beiden Pole sind von dicken Eiskappen überzogen. Die südliche besteht mit hoher Wahrscheindlichkeit aus Wassereis. Unter der CO2-Decke der nördlichen Polkappe könnte es ebenfalls Wassereis geben. Die Oberflächentemperaturen erreichen an den Winterpolen ein Minimun von
-137° C und am Aequator maximal +27° C. Die Atmosphäre besteht zu 95% aus CO2, der Druck weniger als 0.01 bar. In der Mars - Frühlingszeit kommt es zu lokal und regional begrenzten Staubstürmen.
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Oberflächenstrukturen |
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| Die Oberfläche des Mars gleicht der des Mondes und der Erde. Sie ist von zahlreichen Kratern, Rillen und Vulkanen überzogen. Mit einer Höhe von 27 km und einem Durchmesser der die Höhe um das 20 fache übertrifft, ist der Olympus Mons wohl der grösste Vulkan im Sonnensystem. Die Rillen auf der Marsoberfläche dürften wohl ein Beweis dafür sein, dass auf dem roten Planten einst Wasser geflossen ist. |
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Mars Monde |
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Der Mars besitzt 2 Monde. Phobos ist mit einem Durchmesser von zirka 11 km der grössere von beiden. Seine Oberfläche ist wie die von Deimos mit Kratern übersät. Er umkreist den Mars in einer Entfernug von 23000 km. Deimos ist mit 6 km etwa halb so gross. Seine Entfernung zum roten Planeten beträgt nur 9000 km.
Beide Trabanten sind sehr dunkel und haben eine kartoffelfähnliche Form. Sie erinnern stark an Asteroiden. Es wird deshalb spekuliert, ob diese beiden Himmelskörper nicht vom Mars eingefangen worden sind. Beide Monde wurden bereits im Jahr 1877 von Asaph Hall entdeckt. |
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Raumsonden |
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Der Planet wurde bereits von zahlreichen Raumsonden besucht. Nach einigen Fehlschlägen passierte Mariner 4 den Planeten am 14 Juli 1965 in einem Abstand von rund 9800 km und funkte die ersten Nahaufnamen zur Erde. Später folgten die Viking Sonden, welche den Planeten im Jahre 1976 erreichten. Diese unbemannten Raumschiffe bestanden aus einem Orbiter und einem Lander. Der Viking 1 Lander setzte in Chryse Planitia , Viking 2 in Utopia Planitia auf. Beide Einheiten untersuchten mit einem mitgebrachten Minilabor den Marsboden auf Mikroben. Es wurden aber keine schlüssigen Hinweise auf Leben gefunden. Die Orbiter umkreisten den Planeten und dienten als Relaystationen für die Lande-Einheiten. Ausserdem wurden Unmengen an Aufnamen vom Marsorbit aus gemacht und zur Erde gesendet.
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Im Dezember 1996 startete mit einer Delta II Rakete die Mars Pathfinder Mission. Die Sonde setzt sich aus einem Lander und Rover zusammen. Am 4. Juli 1997 landete die Sonde an einem Fallschirm hängend im Mündungsgebiet eines riesigen Trockentales names Ares Vallis. Der Rover "Sojourner" konnte sich in begrenztem Rahmen von der Landestation entfernen und mit einem Alpha-Proton-Röntgenstrahlenspektrometer verschiedene Untersuchungen der Umgebung durchführen. Der Lander führte ein Instrument für atmosphärische und meterologische Untersuchungen mit. Beide Einheiten waren mit Kameras ausgerüstet und konnten atemberaubende Aufnahmen der Marsoberfläche machen. |
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Leben auf dem Mars ?? |
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Leben auf dem Mars ?? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaftler wohl schon seit Generationen. Als im Jahr 1877 Giovanni Sciaparelli seine Nomenklatur für die Kartographierung des Mars entwickelte, benutzte er für die dunklen Linien, die er auf der Oberfläche sah, das Wort " canali ". Dieser Begriff wurde dann später in "Kanal" übersetzt. Das führte dazu, dass diese Linien als eine Art künstliches Bewässerungsystem gedeutet wurden. Heute wissen wir, dass diese " canali " durch eine Täuschung des menschlichen Auges entstanden sind. |
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Neueste Forschungsergebnisse der Raumsonde "2001 Mars Odyssey" haben gezeigt, dass sich auf der Südhalbkugel nur wenige Meter unter der Oberfläche, riesige Wassereisvorkommen befinden. Ausserdem wurden Bilder von möglichem flüssigen Wasserausfluss gemacht. Obwohl der Druck der Marsatmosphäre nur ein Hundertstel der Erdatmosphäre beträgt und den Siedepunkt des Wassers damit auf knapp über 10°C senkt, steigen die Temperaturen in höheren Breiten des Mars eher selten über diese Temperatur. Dennoch wäre es theroretisch möglich, dass Wasser in flüssiger Form auf dem Mars vorkommt. Keine der Viking Sonden hat Hinweise für Leben gefunden, obwohl neuere Prüfungen der alten Daten Unstimmigkeiten hervorgebracht haben. Obwohl viele Fakten gegen Leben auf dem Mars sprechen, wäre es doch vorstellbar, dass sich zumindest Mikroorganismen auf dem Mars entwickelt haben. Wie wir wissen, kann die Natur sehr erfinderisch sein, wenn es darum geht sich an extreme Lebensräume anzupassen. Auf unserer Erde existieren Lebensformen die unter großer Hitze, in kochendem Wasser, in Geysiren oder Vulkanen, unter enormen Drücken, radioaktiv verseuten Gebieten und bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, bei Abwesenheit von organischen Stoffen ebenso gedeihen wie in Lebensräumen mit hohem Salz- oder Schwefelgehalt. Wieso also nicht auch auf unserem Nachbarplaneten, mit seiner lebensfeindlichen Umgebung ? |
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Im Jahr 1984 wurde in der Antarktis von einem Expeditionsteam ein Marsmeteroit gefunden. Er erhielt die unscheinbare Bezeichnung "ALH 84001". Der Fund wurde einige Jahre später ausführlich untersucht und es wurden Hinweise für mikrobielles Wirken in dem Marsgestein gefunden. Die Forscher verzichteten bewusst darauf von Beweisen zu reden. Ihre Behauptungen stützten sich vor allem auf
4 Indizien. Als erstes Indiz nannten die Forscher kleine Karbonat-Ansammlungen entlang feiner Risse und Spalten im Inneren des Meteoriten. Diese Kügelchen wiesen in ihrem Kerngebiet eine erhöhte Mangankonzentration auf, umrundet von Eisenkarbonaten und Eisensulfiden. Die zweite Argumentationslinie führte über die Entdeckung von organischen Verbindungen (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, PAHs) in den und um die Karbonat-Ansammlungen. Die Forscher um McKay sahen in diesen organischen Verbindungen Abbauprodukte von Organismen, die vor langer Zeit in dem Gesteinsbrocken gelebt hatten. Als drittes Indiz wies die Gruppe auf längliche und eiförmige Strukturen im Grössenbereich von einigen zehn Nanometern in den Karbonatkügelchen hin. Diese wurden als fossilierte Nanoorganismen interpretiert. Es bleibt noch die Erklärung offen für die Existenz von Kristallen aus Magnetit, die man im Gestein gefunden hat. Man weiss, dass irdische Bakterien in ihrem Inneren solche wie an einer Perlenschnur aufgereihtenKristalle produzieren. Diese innere Kompassnadel hilft den «magnetotaktischen» Bakterien,sich in ihrem Lebensraum, den Ozeanen, am Erdmagnetfeld zu orientieren. Obwohl alle dieser Punkte durch andere Erklärungen entkräftete werden könnten, bleibt doch ein Hoffnungsschimmer das ALH84001 von Marsmikroben "besiedet" wurde. Eine abschliessende Beantwortung der Fage nach Leben auf dem Mars wird es wohl erst geben wenn Marsgestein von einer zukünftigen Marsmission zur Erde zurückgebracht oder dieses vor Ort von Marsastronauten untersucht wird. Auf den Ausgang dieser Frage darf man gespannt sein.
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Mars News !!! |
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Mai 2003 2003 |
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Auf der vergrösserten Ansicht sind die Landmassen zum besseren Erkennen nachgezeichnet worden. Es ist Nord- und Südamerika zu sehen. |
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Am 8. Mai 2003 funkte der "Mars Global Surveyor" erstmals Bilder zur Erde, die unseren Planeten und Mond zusammen zeigen. Die Aufnahmen entstanden aus einer Entfernung von 139 Millionen km. |
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August 2003 |
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Am 27. August steht uns der Mars so nahe wie seit ca. 60000 Jahren nicht mehr. Nur noch 55.76 Millionen trennen uns von unserem roten Nachbarn.
Schon mit blosem Auge erscheint er uns als hell leuchtender, ornangener Stern am Nachthimmel. Mit einem Fernrohr ab 10 cm Oeffnung sind bereits Details erkennbar.
Schon
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Ablauf der Marsopposition |
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Januar 2004 |
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Die ESA Sonde "Mars Express" hat an den südlichen Polkappen gefrorenes Wasser nachgewiesen. Dies ist ein entscheidender Durchbruch in der Planetenforschung.
Die Abbildung links sind durch Infrarot-Aufnamen der OMEGA Kamera entstanden. Das OMEGA-Gerät ist eine Kombination aus Kamera und Infrarot-Süektrometer. Anhand der aufgenommenen Wärmestrahlung in bestimmten Wellenlängen können die Wissenschaftler jetzt Wasser von Trockeneis unterscheiden.
Das mittlere Bild zeigt gefrorenes Kohlendioxid, das rechte zeigt die Polkappen im sichtbaren Spektrum und auf der mittleren Aufnahme ist Wassereis zu erkennen.
Doch nicht alle Wasservorkommen sind gefroren. Die Sonde konnte ebenfalls Wasserdampf in der Atmosphäre des Mars nachweisen.
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März 2004 |
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Mehreren Forscherteam ist eine Entdeckung gelungen, die sich als absolute Sensation erweisen könnte. Die Entdeckung von Methan in der Atmosphäre des Mars. Als Ursachen kommen nur 3 verschiedene Szenarien in Frage: Vulkanismus, Asterioden/Kometen oder Mikroorganismen.
Da Methan in der Marsatmosphäre nicht stabil bleibt, scheiden kosmische Geschosse wohl eher aus. Damit ein konstanter Nachschub des Gases gewärleistet wäre, müsste es dauernd Einschläge geben. Es wurden aber keine Krater neueren Datums gefunden.
Vukanismus würde da schon eher in Frage kommen. Obwohl im Moment keine aktiven Vulkane auf dem Mars bekannt sind, ist es durchaus möglich, dass es noch irgendwo Aktivitäten gibt. Der grösste Vukan "Olympus Mons" schlief erst vor einigen hundert Millionen Jahren ein. Davor war er etwa 4 Miliarden Jahre lang aktiv.
Das Methan könnte aber auch von Bakterien stammen. Sollte es Leben auf dem Mars geben, würde es wohl am ehesten in Form von Mikroorganismen erscheinen. Auf der Erde wird fast 90% des gesammten Methanvorkommen von Bakterien erzeugt. Diese Einzeller brauchen zum Leben keinen Sauerstoff. Sie stellen das Methan aus Wasserstoff und Kohlendioxid her. Sie leben hauptsächlich in Torfmooren, auf Reisfeldern oder im Margen-Darm-Trakt von Rindern. Entgültige Klarheit wird wohl erst die genaue Ortung der Methanquellen bringen. Leider sind die beiden Rover Opportunity und Spirit dazu nicht konzipiert worden. Der europäische Beagle hätte das Gas ohne weiteres finden können. Leider ist er seit der Landung verschollen.
Weitere Marsmissionen werden wohl folgen, damit diese Frage abschliessend geklärt werden kann. |
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