Allgemeine Daten
Durchmesser : 51 118 km
Masse : 86.85 x Trilliarden t
Dichte : 1.1 g/cm3
Entfernung : 2.87 Mia km
Umlaufszeit : 84.01 Jahre
Rotationszeit : 17 h 12 min
Bis zum 13 März 1781 dachte man, unser Sonnensystem sei hinter dem Saturn leer.Allenfalls sollten sich dort Kometen aufhalten. Doch dann entdeckte der Astronom Willhelm Herschel einen Lichtpunkt im Sternbild Zwillinge. Dieses unbekannte Objekt war bis zu diesem Zeitpunkt in keiner Sternkarte verzeichnet. Zunächst glaubte Herschel, es handle sich um einen neuen Kometen. Doch dann wurde es deutlich, dass es sich um einen weiteren Planeten, den 7. in unserem Sonnensystem, handeln muss. Uranus ist der erste Planet, der nicht von blosem Auge zu erkennen ist.
Einzigart ist ist seine Rotationsachse, die fast genau in der Ekliptik des Sonnensystem liegt. Im Gegensatz zu allen anderen Planeten "rollt" der Uranus sozusagen wie eine Kugel um die Sonne.
Aufbau des Planeten und seine Athmosphäre
Der Uranus gehört ebenfalls zu den Gasriesen. Sein Kern besteht vermutlich aus einer Eisen-Silizium Verbindung, umgeben von einem Mantel aus gefrorenem Wasser, Stickstoff und Methan. Die Athmosphäre besteht aus Wasserstoff ( 83% ) und Helium ( 15% ) und einem kleinen Anteil aus Methan ( 2% ) Die sichtbare Oberfläche ist fast völlig strukturlos. Selbst Voyager 2 konnte keine nennenswerten Strukturen fotographieren. Nur durch erhöhen des Kontrastest konnte man feine Details sichtbar machen. Dort herrschen Themperaturen von etwa -220°C. Am Aequator gibt es Winde, die Geschwindigkeiten von biszu 570 km/h erreichen.
Das Uranus Ringsystem
Am 10 März 1977 wurde von eienm Flugzeug aus der Uranus beobachtet als er von einem Stern bedeckt wurde. Der Stern wurde aber schon etwas vor Beginn der eigentlichen Bedeckung mehrmals abgedunkelt und flackerte. Das selbe Phänomen ereignete sich auch auf der anderen Seite des Planeten. Dies war der erste Hinweis auf ein Ringsystem. Dieses wurde dann im Jahre 1986 durch die Ankunft der Raumsonde Voyager 2 bestätigt.
Das ganze System besteht aus 13 Ringen. Die Ringe sind viel dünner, grober und dunkler als die Saturnringe. Die Uranusringe müssen ständig erneuert werden, weil der feine Staub langsam vom Planeten weg driftet. Dies geschieht wohl darurch, dass die Uranusmonde von kleinen Asteroiden bombardiert werden und sich so feine Staubpartikel um den Planeten sammeln können.
Uranus Monde
Titania Umbriel Oberon Ariel Miranda
Uranus wird von 27 Monden umkreist. Die beiden Monde Titania und Oberon gehören mit einem Durchmesser von etwa 1600 km zu den Grössten des Uranus. Titans Oberfläche ist stark von Kratern überzogen. Dies lässt darauf schliessen dass sie sehr alt ist. Oberon hat ebenfalls viele Krater deren Böden teilweise von dunklem Material ausgefüllt ist. Sehr wahrscheindlich weil dieser Mond geologisch aktiv war.
Die nur 500 km Grosse Miranda weisst verschiedene Landschaftsformen auf. Das zerklüftete Relief legt den Verdacht nahe, dass Miranda mindestens einmal zerstört wurde und die Trümmer anschließend wieder zusammen"wuchsen". Die Oberfläche des Mondes zeigt gewaltige, mehrere Kilometer hohen Steilhänge.
Ariel und Umbriel haben zwar ähnliche Größe und Dichte, unterscheiden sich nach außen aber gewaltig: Ariel zeigt Krater, Täler und Steilhänge, Umbriel dagegen ist dunkler als die anderen Monde und besitzt eine kleine, helle Ringstruktur - vielleicht frisches Eis im Umfeld eines noch jungen Kraters?