Allgemeine Daten
Durchmesser : 12 103 km
Masse : 4.87 Trillionen t
Dichte : 5.2 g/cm3
Entfernung : 108.92 Mill. km
Umlaufszeit : 225 Tage
Rotationszeit : 243 Tage

Aufbau der Venus
Die Venus ist der Erde sehr änhlich. Mit einem Durchmesser von 12 103 km ist sie nur minimal kleiner als die Erde. Der innere Kern hat einen Durchmesser von ca. 6000 km. Da dieser nur langsam rotiert, wird nur ein kleines Magnetfeld erzeugt. Darüber legt sich der zumindest teilweise geschmolzene Mantel mit abschliessender Kruste.
Auf der Oberfläche wurden nur wenige Karter gefunden. Da bedeutet, dass die Oberfläche jung und somit stetigen Veränderungen unterworfen ist. Möglicherweise durch aktiven Vulkanismus oder regelmässiges Aufbrechen der gesammten Kruste. Dies sind allerdings nur zwei von mehreren Theroien, die alle recht umstritten sind.
Die Sonde Magellan hat die Oberfläche recht genau kartographiert. Diese hat erforscht, dass die Oberfläche zum grössten Teil aus erstarrten Lavaströmen besteht.
Die Rotation der Venus
Merkwürdig ist allerdings die Tatsache , dass die Venus entgegengesetzt rotiert. Sie dreht sich also nicht wie alle anderen Planeten von West nach Ost, sondern umgekehrt. Ebenfalls bemerkenswert : Die Venus braucht für einen Orbitalzyklus wenig lang als für eine Drehung um die eigene Achse. Das bedeutet, dass ein Venusjahr kürzer ist als ein Venustag.
Die Venus - Atmosphäre
Die Atmosphäre der Venus ist überaus dicht. Sie ist von massiven Wolkenschichten umgeben und verschliesset uns die Sicht auf die Oberfläche. Nur durch Radar von der Erde oder Raumsonden aus ist ein Blick auf die Oberfläche möglich.
Zum grössten Teil besteht die Atmosphäre aus Kohlenstoffdioxid ( 96.5 % ) und zu einem kleineren Teil aus Stickstoff ( 3.5 % ). Es herrscht ein Druck von 90 Bar. Das entspricht in etwa dem Druck der in 900 Meter Wassertiefe entsteht. In einer Höhe von 50 - 70 km befindet sich eine Wolkenschicht aus Schwefelsäure, die auf den Planeten herunter regnet. Dank dem C02 gibt es auf der Venus einen extremen Treibhauseffekt. Die Wärme, die vom Kern her entsteht und die empfangene Sonnenstrahlung, kann wegen dieser Gase nicht mehr in den Weltraum entweichen. Das macht die Venus zum heissesten Planeten in unserem Sonnensystem. Immerhin sind Themperaturen von 500°C entstanden.
Kein Astronaut würde unter diesen extremen Umweltbedingungen überleben können. Die sowjetische Sonde Verena 7 landete als erste irdische Sonde weich auf der Venus. Es gelang ihr Bilder von der Oberfläche zur Erde zu funken. Nach 23 Minuten wurde der Automat durch den enormen Druck zerstört. Etwas länger funktionierte die Verena 13 Sonde, die immerhin 127 Minuten lang Daten und Bilder zur Erde sendete.